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Am 2. April 1955 wurde der Sportschützenverein Schmidhausen e.V. gegründet. Anwesend waren 13 Interessenten. Die Anwesenheitsliste und eine Fassung der damaligen Satzung fehlen im Archiv des Vereins. Es lässt sich deshalb nicht mehr vollständig feststellen, wer die Gründungsmitglieder waren. Im gleichen Jahr wird der Verein Mitglied im Württembergischen Landesschützenverband und dem Württembergischen Landessportbund und vom Finanzamt wird die Gemeinnützigkeit bestätigt.

 

Im Juni 1962 wird der Verein als Sportschützenverein Schmidhausen in das Vereinsregister eingetragen. Der ursprüngliche Wunsch, die Ortsbezeichnung Schmidhausen-Beilstein zu verwenden, wird vom Amtsgericht Marbach abgelehnt. 1993 wird die Satzung von 1962 durch eine Jugendsatzung ergänzt und in einzelnen Punkten an die aktuellen Vorschriften angepasst.

1955  Gründungsversammlung am 2. April.
Der Verein bittet die Gemeinde um kostenlose Überlassung eines geeigneten Platzes. Dieser wird im Laufe des Jahres gefunden.

1956  Beschluss der Gemeinde für die Überlassung eines Geländes im Gewann Reisach.

1960  Der inzwischen erstellte Bau- und Lageplan wird beim Landratsamt eingereicht und genehmigt.

1961  Das Landratsamt erteilt im Januar die Erlaubnis zur Errichtung einer Schießstandanlage und des ersten kleinen Schützenhauses mit Aufenthaltsraum. Bereits im Mai erfolgt die Freigabe dieser ersten Schießanlage für Kleinkaliber-Gewehre und die Freigabe zur Nutzung des Aufenthaltsraumes. Das Schützenhaus wird über einen Dieselgenerator mit Strom versorgt.

1964  Der Weg zum Schützenhaus wird in Eigenleistung ausgebaut. Die Gemeinde liefert den benötigten Schotter.

1966  Errichtung und Abnahme eines Pistolenstandes.

1971  Der Weg zum Schützenhaus wird gerichtet und ein Parkplatz eingerichtet.

1975  Im Juli 1975 wird die Baugenehmigung zur Erweiterung des Schützenhauses mit Anbau eines offenen Luftgewehrstandes erteilt. Der Luftgewehrstand wird errichtet. Im Schützenhaus wird der Aufenthaltsraum vergrößert sowie zwei WCs und ein Abstellraum integriert. Das benötigte Bauholz wird von der Stadt Beilstein
zur Verfügung gestellt. Bereits die Generalversammlung im Januar 1976 findet in den neuen Räumen statt.

1970  Ab dieser Zeit werden regelmäßige Veranstaltungen durchgeführt, z.B. das Schlachtplatten-Essen und TRIMM-DICH-Spiele unterstützt vom Sportbund

1978  Erstes Mannschaftsschießen der Beilsteiner Vereine später auch für Club-, Betriebs- und sonstige Mannschaften

1979  Erstes Glücksschießen bei den Schützenfesten zunächst mit Preisen, ab 1984 als Schinkenschießen

1980  Das 25jährige Jubiläum wird gefeiert - prominentester Gast ist Lothar Späth.

1981  Der Verein erhält von der Stadt Beilstein die Fahne des Kriegervereins Schmidhausen – mit der Auflage, sie gebührend zu verwahren und für die Instandhaltung zu sorgen.

     

1984  Der Verein beschließt, die Fahne zu restaurieren. Sie wird mit einem Fahnenband ausgestattet, das auf die Verbindung zum Sportschützenverein Schmidhausen hinweist. Anlässlich des Bezirksschützentages in Beilstein wird die restaurierte Fahne vorgestellt.
Vorstand Otto Weber wird die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen.
Im selben Jahr wird das erste vereinsinterne Drei-König-Schießen durchgeführt.
Besuch des Stock Exchange Rifle Club aus London.

1985  Der Motor für das Stromaggregat muss erneuert werden. Der Luftwehrstand erhält elektrische Scheibenzuganlagen.

1990  Nach einer Regelüberprüfung der Anlage erhält der Verein Auflagen zur Verbesserung des Kugelfanges der Kleinkaliber-Bahnen. Es wird beschlossen, den Kugelfang umzubauen und die Zulassung für das Schießen mit großkalibrigen Waffen zu beantragen. Der Umbau ist Ende 1991 fertig gestellt. Die Erlaubnis für das Schießen mit großkalibrigen Waffen wird 1992 vom Landratsamt erteilt.

1991  In diesem Jahr werden Möglichkeiten gefunden, das Vereinsheim mit akzeptablen Kosten an das öffentliche Stromnetz anzuschließen. Gleichzeitig wird mit der Post verhandelt, um auch einen Telefonanschluss zu ermöglichen.
Mit viel Eigenleistung und der großen Unterstützung durch ein Vereinsmitglied, das uns die notwendigen Baumaschinen zur Verfügung stellt, werden die Bauarbeiten in kurzer Zeit durchgeführt. Die Post verlegt ihr Kabel parallel zum Stromkabel, so dass im Januar 1992 das Schützenhaus an das öffentliche Strom- und Telefonnetz angeschlossen ist.

1992  Bisher wird das Trinkwasser in Kanistern zum Schützenhaus transportiert. Auch hier wird eine Lösung
gefunden:
Der Verein erhält die Genehmigung, eine Wasserleitung bis zur Versorgungsleitung nach Jettenbach zu
verlegen. Die Bauarbeiten werden wieder mit viel Eigenleistung und der Unterstützung mit Baumaschinen
durch ein Vereinsmitglied durchgeführt. In kürzester Zeit kann der Anschluss an die Wasserversorgung verwirklicht werden.
Im selben Jahr wird ein Baugesuch zum Umbau des Vereinsheimes und Erweiterung des Schützenhauses mit einem Anbau für Jugendraum und neuen WCs eingereicht.

         Das vereinsinterne Schwarzpulver-Schießen wird eingeführt.

1993  Der Umbau und die Erweiterung werden begonnen und zügig durchgeführt.
Das modernisierte Vereinsheim verfügt jetzt über eine Küche und eine Gas-Zentralheizung.

1995   Anlässlich des Kreisschützentages in Beilstein wird Otto Weber, Erich Barthruff und Alfred Steininger die           Ehrenmitgliedschaft verliehen.

1995  Bereits seit Anfang der 90er Jahre wurde immer wieder über die Erweiterung und Überdachung des Luftgewehrstandes nachgedacht. 1995 wird das Baugesuch beim Landratsamt eingereicht. Die Bau- genehmigung wird erteilt, mit dem Bau wird jedoch nicht gleich begonnen. Die Verlängerung der Baugenehmigung wird beantragt.
Vereinsausflüge werden durchgeführt. Die Ziele sind unter anderem das Chiemgau, Dresden, das Elsass, der Bodensee und die Mosel, die Umgebung von Passau...

1999  Die Luftgewehrhalle wird gebaut. Mit großer Kraftanstrengung der Mitglieder wird der Bau der Halle durchgeführt. Die Abnahme durch das Landratsamt erfolgt im Januar 2002.

Heute präsentiert sich über dem Schmidbachtal eine respektable Anlage, die überwiegend in Eigenleistung der Vereinsmitglieder erstellt wurde. In dieser Anlage befinden sich das moderne Schützenhaus, eine Halle für Luftdruckwaffen, ein Gewehrstand für Klein- und Großkaliber sowie ein Pistolenstand für Klein- und Großkaliber.

 

 

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